Die Gedanken sind frei

Wer kann sie erraten, sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten … Mein Wunsch und begehren kann niemand verwehren, es bleibet dabei, die Gedanken sind frei !

15. Juli 2018
frida

Abschied’s Brief.

Ich schreibe dir diesen Brief, obwohl ich weiß, dass ich ihn dir nie geben werde. Aber es gibt so vieles, das ich dir noch sagen möchte. Ich hätte es dir gerne persönlich gesagt, hätte mir auch deine Sicht gerne angehört. Aber du warst zu feige. Das vermute ich. Ich weiß es leider bis heute nicht. Erinnerst du dich noch, wie alles angefangen hat? Viel Zeit war es nicht, es waren wenige Stunden, aber diese wenigen Stunden haben mein Leben auf den Kopf gestellt. Mich verändert. Es waren wunderschöne Stunden. Tiefgründige Unterhaltungen. Die Zeit mit dir verging wie im Flug. Noch nie zuvor hatte ich ein solches Gefühl. Du hast mein Leben noch mehr bereichert. Es nahezu vollkommen gemacht. Es war so schön, mit dir einfach dazuliegen und zu reden. Zusammen einschlafen, zusammen aufwachen. Lächeln, wenn der Name auf dem Display erscheint. In die Welt lachen, sie zurücklachen lassen und alle mit diesem Lachen anstecken. Du kamst wie gerufen. Nie zuvor war ich so bereit, mich zu verlieben, wie an dem Tag, als du in mein Leben tratst. Dass mir das eines Tages zum Verhängnis werden würde, hätte ich nie gedacht.
Du hast mir sehr wehgetan. Und es schmerzt immer noch.
Ja, so begann mein kurzer Höhenflug. Ich habe mich dir geöffnet, dir Dinge erzählt, die ich vorher für mich behalten habe. Dabei war ich offen und ehrlich. Ich habe dir gesagt, dass ich dich wunderschön und toll finde. Weil es sich so echt angefühlt hat. Weil du mir dieses Gefühl gegeben hast. Alles schien so perfekt und alles war perfekt. Der Beginn einer wunderbaren Beziehung. Auch für dich, das sagtest du zumindest.
Bis zu diesem einen Tag. Der Tag, der alles verändert hat und mein Märchenschloss zum Einstürzen brachte. Die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen verschwand, denn du hast dich einfach nicht mehr gemeldet. Einfach. Für dich vielleicht. Schnell habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Dass der Glückszustand vielleicht in Realität nur bei mir erreicht war und du wohl eher Worte statt Taten sprechen lassen hast. Auf meine Nachfragen wurde ich abgefertigt und ignoriert und belächelt. Für dich eine einfache Abspeisung, oder was auch immer. Für mich ein Stich ins Herz.
Er tut immer noch weh. Auch wenn schon etwas Zeit vergangen ist. Ich frage mich, wie du diese Ungeklärtheiten mit dir tragen kannst. Beschäftigt es dich gar nicht? Denkst du gar nicht mehr an mich? Obwohl wir so tolle Stunden hatten? Waren sie nicht für dich auch so schön? Den Anschein machtest du zumindest. Zeit hast du dir schließlich auch mehr für mich genommen als du eigentlich hattest. Ich kann Dinge nicht mit mir tragen, nicht ungeklärt lassen und schon gar nicht verdrängen oder gar vergessen. Mir geht es nicht gut so. Ich bin antriebslos und habe meine Begeisterung für Dinge verloren. Wenn doch alles im Leben für etwas gut sein soll, frage ich mich, was der Sinn dieser Erfahrung war. Wie soll ich etwas für mich selbst klären, wenn ich dein Verhalten nicht verstehe?

Ich hätte mir eine Erklärung von dir gewünscht. Gewünscht, dass du gerade stehst, für das, was du getan hast. Und mir offen sagst, was vielleicht auch ich falsch gemacht habe. So hätte ich wenigstens für die Zukunft lernen können. Ich weiß nicht, was ich erwartet hätte, jedenfalls nicht diesen lautlosen Abgang. Der verletzt am meisten. Denn ich dachte, ich bin etwas Besonderes für dich. Aber dann erfahre ich die Respektlosigkeit am eigenen Leib. Auch am Ende dieses Briefes frage ich mich, warum es so kam und warum du mir das angetan hast. Ich habe viele Rückschläge erlitten. Aber dieser bleibt, weil ich ihn nicht verstehe.
Du wirst diesen Brief nie bekommen, ich werde dir nie ins Gesicht sagen, was du in mir bewegt hast. Ich bin sehr enttäuscht darüber, wie alles kam. Enttäuscht, weil ich mich in dir getäuscht habe. Dadurch, dass ich nie eine Erklärung bekommen habe, fühlt sich diese Enttäuschung so leer an. Aber gleichzeitig auch falsch. Trotz der Wut bleibt ein wenig Hoffnung an das Gute im Menschen, so wie ich dich kennengelernt habe. „Man lernt einen Menschen erst bei der letzten Begegnung kennen“, ergibt nun Sinn. Das Einzige, was sich echt anfühlt, ist der Schmerz. Manchmal endet es in Liebe und manchmal tut es einfach nur weh. Und ja, du hast mir sehr wehgetan.

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Jupp

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